Studienstiftung des Deutschen Volkes

09.11.2021
 

Im Dienste der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Prof. Reicherter, Prof. Pfaffenbach, Logo der Studienstiftung Urheberrecht: © Prof. Pfaffenbach, Prof. Reicherter , Studienstiftung

Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist das älteste und größte Begabtenförderungswerk in der Bundesrepublik Deutschland. Unterstützt mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie weiterer staatlicher und nicht-staatlicher Träger fördern in Deutschland 13 Begabtenförderungswerke besonders talentierte und engagierte Studierende und Promovierende finanziell und ideell.

Bereits seit Ende 2019 ist Prof. Klaus Reicherter vom Lehr- und Forschungsgebiet Neotektonik und Georisiken als Vertrauensdozent ehrenamtlich für die Studierenden der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik im Dienst für die Studienstiftung des deutschen Volkes im Einsatz. Seit Ende 2021 ist nun auch Prof. Carmella Pfaffenbach vom Lehr- und Forschungsgebiet Kulturgeographie als neue Vertrauensdozentin ehrenamtlich für die Studierenden der Fakultät tätig.

Jede und jeder Vertrauensdozierende betreut eine interdisziplinäre Stipendiatengruppe aus bis zu 15 Teilnehmenden. Jenseits des regulären Hochschulbetriebs, über Fächergrenzen hinaus und außerhalb prüfungsrelevanter Leistungsnachweise stehen diese Dozentinnen und Dozenten ihrer Stipendiatengruppe für vertrauliche und offene Gespräche zur Verfügung. Das gilt sowohl für Fragen der individuellen Studien- und Berufsplanung als auch in konkreten Fragen der finanziellen Förderung und Bewerbung um zusätzliche Stipendien. Aktuell fördert die Studienstiftung über 12.700 Studierende und etwa 1.300 Doktoranden, die Zahl der Neuaufnahmen liegt bei rund 2.400 Studierenden und etwa 400 Doktorandinnen und Doktoranden pro Jahr. Die Förderung ist offen für alle Studiengänge und Hochschularten.

Wie genau wird man eigentlich Vertrauensdozent für die Studienstiftung?

Prof. Reicherter: Es gibt verschiedene Wege: Ich wurde direkt von meinem Kollegen Prof. Rink, der die Aachener Gruppe der Vetrauensdozierenden leitet, angesprochen. Durch verschiedene Ämter, wie der Leitung verschiedener Prüfungsausschüsse, die Erasmus+ sowie internationalen Universitätsbeziehungen bringen mich manchmal sehr nahe an unsere Studierenden. Und deshalb habe ich spontan zugesagt und den Job übernommen.

Waren Sie selbst Stipendiat*in während Ihrer Studienzeit?

Prof. Reicherter: Nein.

Was müssen Studierende mitbringen um über die Studienstiftung gefördert werden zu können?

Prof. Reicherter: Bspw. ein sehr gutes Abitur, oder sehr gute Leistungen in den ersten Fachsemestern (auch des Masterstudiengangs). Mehr über die Voraussetzungen kann hier nachgelesen werden.

Was sind die Benefits für Studierende bei einer Förderung durch die Studienstiftung?

 

Studienstiftung

„Die Studienstiftung des deutschen Volkes zeichnet sich durch die Vielfalt ihrer Stipendiatinnen und Stipendiaten aus. Diese bilden das gesamte Spektrum politischer, religiöser und weltanschaulicher Haltungen ab, die sich im Rahmen der demokratischen Werteordnung bewegen. In der Studienstiftung sind konstruktive und durchaus auch kontroverse Diskussionen erwünscht: Wir bestärken die Stipendiatinnen und Stipendiaten darin, begründet Stellung zu beziehen und für die eigenen Überzeugungen einzustehen, gleichzeitig aber anderen Menschen mit Toleranz und Respekt zu begegnen und sich mit deren Standpunkten in einem Geist kritischer Offenheit auseinanderzusetzen.

Die Akademien, Wissenschaftlichen Kollegs, Doktorandenforen und weiteren Veranstaltungen bieten Räume für wissenschaftliche oder künstlerische Vertiefung, fachübergreifenden Dialog, intellektuelle Anregung und die Erweiterung des geistigen Horizonts. Wir fördern die Konfrontation mit neuen Ideen und laden ein zur kritischen Reflexion und zur Weiterentwicklung eigener Standpunkte. Ein umfassendes Stipendien- und Sprachkursangebot und eine entsprechende Beratung erleichtern unseren Stipendiatinnen und Stipendiaten den Schritt ins Ausland und die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Lebensweisen. Seminare zu beruflichen Perspektiven sowie Mentoring-Angebote unserer Ehemaligen geben Orientierung für die Zeit nach dem Studium. 

Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten gestalten das Leben der Studienstiftung mit: Sie haben die Möglichkeit, ein eigenes Programm an ihrer Hochschule anzubieten oder Seminare und Exkursionen durchzuführen. Hierfür stellt die Studienstiftung organisatorische und finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Gewählte Stipendiatensprecherinnen und -sprecher sind Ansprechpersonen für die Geförderten am Hochschulort, aber auch für die Vertrauensdozentinnen und Vertrauensdozenten sowie für die Geschäftsstelle. 

Mit unserer Förderung schaffen wir Freiräume für Anregungen und Begegnungen, für Herausforderungen und Unerwartetes, für neue Ideen und Projekte. Dazu trägt auch die finanzielle Unterstützung bei: die Grundförderung für Studierende, die Promotionsstipendien sowie die Auslandsförderung.“

Quelle: www.studienstiftung.de

 

Prof. Reicherter: Die Vorteile liegen ganz klar in Netzwerkbildung und Vielfältigkeit der Talentwicklung der einzelnen Stipendiatinnen und Stipendiaten, durch eine finanzielle Unterstützung, aber auch ein großes Kursangebot (Sprachkurse, wissenschaftliche Kollegs, Auslandstreffen) wird dies ermöglicht.

Weitere Informationen zur Studienstiftung: https://www.studienstiftung.de/