Studentische Exkursion entlang der Donau

06.09.2019
Feldvorlesung über die Banater Sandwüste Urheberrecht: S. Pötter

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Die diesjährige Exkursion des Lehrstuhls ging Ende August entlang der Oberen und Mittleren Donau. Inhaltlich lagen die Schwerpunkte auf der Landschaftsentwicklung Mittel- und Osteuropas während des Quartärs sowie die Ur- und Frühgeschichte der Region. Die Exkursion lehnte sich demnach an den Sonderforschungsbereich SFB 806 „Our Way To Europe“ an. Zusätzlich wurden auch wirtschaftsgeographische, historische sowie kulturelle Themen abgedeckt.Die lange Fahrt begann Ende August in Aachen. Mit dem Bus ging es zunächst nach Kelheim in Niederbayern, wo der imposante Donaudurchbruch der Weltenburger Enge sowie die Befreiungshalle auf dem Michelsberg besucht wurden. Vom Aussichtsturm Ebersberg haben wir uns einen Überblick über die Glaziallandschaft des bayrischen Voralpenlandes verschafft, bevor es in die Dreiflüssestadt Passau ging. Nachdem wir Deutschland verlassen hatten, besuchten wir im Wachau-Durchbruchstal die weltberühmte Venus von Willendorf, einer der bekanntesten Beispiele bildhafter Steinzeitkunst. In Kammern-Grubgraben besichtigten wir eine jungpaläolitische Ausgrabung der Archäologen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. In Carnuntum nahe Wien tauchte die Exkursionsgruppe in die römische Geschichte entlang der Donau ein, bevor es an den Neusiedler See und anschließend nach Ungarn ging. Von unserem Kollegen Dr. Sándor Gulyás von der Universität Szeged erhielten wir eine Einführung der Landschaftsgeschichte am Nordufer des Balaton-Sees, bevor es uns nach Budapest trieb. Nach einem Tag in der ungarischen Hauptstadt schlugen wir die Richtung Süden ein und fuhren durch das Zwischenstromland von Theiß und Donau nach Szeged, von wo aus am nächsten Tag nach Serbien ging. Die berühmten Löss-Profile des Titelplateaus und von Stari Slankamen wurden genauso besucht wie Novi Sad. Über das Mittelgebirge der Fruska Gora ging es Richtung Osten, wo wir Nahe Kostolac, wo wir dem mittelpleistozänen Mamut „Vika“ einen Besuch abstatteten. Nach einer Nacht im beeindruckenden Durchbruch des Eisernen Tors an der Grenze zu Rumänien, ging es nach Vrsac, von wo aus wir das einzigartige Dünenfeld der Banater Sandwüste erreichten. Nach zwölf heißen, anstrengenden aber sehr inhaltsreichen Tagen endete die Exkursion am 6. September in der serbischen Hauptstadt Belgrad.