Nachruf auf apl.-Prof. Dr. Walter Plüger

16.10.2022
  Traueranzeige Urheberrecht: © Aachen gedenkt

Die Fachgruppe Geowissenschaften und Geographie trauert um Prof. Walter L. Plüger.

Walter Plüger wurde am 12. März 1939 in Heerlen geboren. Nach seiner Schulzeit in Kerkrade von 1945 bis 1957 studierte er bis 1960 Physik und Chemie an der Rijks-Universiteit in Utrecht. In den Jahren 1961 und 1962 absolvierte er seinen Wehrdienst in der Königlichen Niederländischen Armee und begann mit dem Wintersemester 1962/63 ein Geologiestudium an der RWTH Aachen.

Nach Abschluss des Studiums mit der Diplom-Hauptprüfung im Jahr 1967 wurde Walter Plüger wissenschaftlicher Mitarbeiter und nachfolgend wissenschaftlicher Assistent in der Abteilung für Angewandte Lagerstättenlehre des Instituts für Mineralogie und Lagerstättenlehre . Seine Promotionsarbeit („Die potentiometrische Fluoridbestimmung und ihre Anwendung bei der geochemischen Prospektion von Flußspatlagerstätten“) schloss er 1972 ab.

Als akademischer Rat und Oberrat leitete er für viele Jahre die Abteilung für Angewandte Lagerstättenlehre und war zudem zuständig für die Verwaltungsabläufe des Instituts für Mineralogie und Lagerstättenlehre unter den Professoren G. Friedrich und M. Meyer. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt bestand in dieser Zeit in der marinen Lagerstättenforschung. Im Jahre 1989 reichte Walter Plüger seine Habilitationsschrift mit dem Titel „Die Manganknollenvorkommen des SW pazifischen Beckens“ ein. Später erfolgte die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor.

In den 1990-er Jahren war er maßgeblich beteiligt am Umbau der Abteilung für Angewandte Lagerstättenlehre zum Labor für Geochemie und Umweltanalytik, das er erfolgreich bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 leitete. Walter Plüger lebte bis zu seinem Tod in seinem Haus in Herzogenrath, er war verheiratet und hat zwei Töchter.