Expeditionen und Exkursionen

 

Exkursionen

Die Geländeausbildung ist zentraler Bestandteil der geowissenschaftlichen Ausbildung. Sie dient dem Ziel des praktischen Kompetenzerwerbs im Gelände. Dabei soll im Hörsaal erworbenes theoretisches Wissen, in der Praxis in ein- oder mehrtägigen Geländeveranstaltungen auf Bachelor- und Masterniveau veranschaulicht und angewendet sowie Geländemethoden erlernt werden. Zu den Exkursionsziele gehören die Eifel, Süddeutschland, Luxemburg, Sizilien, Griechenland, der Oman und viele andere Länder. Während des Studiums muss jeder Studierende zehn Tage im Gelände absolvieren.

 

Dies ist ein Reise-Kurzfilm von allen Highlights einer abenteuerlichen Exkursionen nach Süditalien im Jahr 2017.

 
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Expeditionen/Forschungsreisen

Mit etwas Glück haben Doktoranden und Masterstudierende die Chance, an einer Forschungsreise ins Ausland teilzunehmen. Nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser forschen Geowissenschaftler der RWTH Aachen: Das zeigt die Forschungsexpedition mit dem Forschungsschiff "Meteor", die ein Team aus Studierenden und Wissenschaftlern rund um Professor Klaus Reicherter 2018 unternommen hatte.

Das Ziel dieser einzigartigen, interdisziplinären Expedition war die geowissenschaftliche Untersuchung zweier Segmente vor der portugiesischen Algarve-Küste. Dieser Teil der Küste war stark von der Tsunami-Überschwemmung vor 265 Jahren betroffen. Damals, im Jahr 1755, löste ein starkes Erdbeben große Zerstörungen in den küstennahen Städten der Algarve aus und ein Tsunami überschwemmte die Südküste Portugals bis ins Hinterland. Während die Tsunamiwellen die felsige Küste des westlichen Teils der Algarveküste regelrecht überrollte, bleib die von Sandbänken geprägte östliche Algarveküste von den Wellen verschont.

 

Das Hauptaugenmerk der Wissenschaftler lag darauf, den "Back-Wash", also den Rückfluss des Wassers in den Ozean nach einem Tsunami, zu erklären. Dazu wurden hydroakustische Messungen und Bohrungen in die Küstensedimente durchgeführt. Die Muscheln und Pflanzenreste in den Bohrkernen geben Hinweise auf die Stärke und den zeitlichen Verlauf des "Back-Wash" im Jahr 1755.

Die Exkursion dauerte insgesamt neun Tage. Das 30-köpfige Forschungsteam bestand größtenteils aus RWTH-Wissenschaftlern, aber auch aus Wissenschaftlern aus Bremen, Mainz, Madrid und Lissabon.

 
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Weitere Videos der Expedition findest du auf YouTube.