Zukunftsbranche

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Zukunftsbranche

Die Themenfelder, die für Geowissenschaftler in den nächsten Jahrzehnten relevanter werden, sind vielfältig und herausfordernd zugleich. Mit dem Wandel zu einer nachhaltigen Energiepolitik kommen neue Themenfelder und Fragestellungen auf, wie zum Beispiel die Endlagerung atomarer Abfälle oder die CO2-Speicherung. Andere wichtige Themenfelder sind die Energiespeicherung, die Batterie-Technologie und die damit verbundene Lithium-Gewinnung.

Grüner und digitaler

Der "Green Deal“ der Europäischen Union macht deutlich, welchen Bedeutungszuwachs die Themen "Boden und Wasser" gerade erfahren. Rohstoffe, Wasser, Infrastruktur und Umweltschutz besitzen inzwischen jedoch in fast allen Ländern eine große nationale Bedeutung. [1] Der Umweltschutz und der nachhaltige Umgang mit Rohstoffen fordert in vielen klassischen geowissenschaftlichen Berufsfeldern ein Umdenken. Im Schritt zu einer klimaneutralen Gesellschaft spielen die Geowissenschaften eine Schlüsselrolle in der Beziehung Mensch-Umwelt.

Auch die moderne Informationstechnik verändert die Arbeit von Geowissenschaftlern inzwischen stark. Immer leistungsfähigere Datenbanken entlasten sie von stereotypen Routinetätigkeiten. Auch die Anfertigung einschlägiger Bodenkundekarten und die Modellierung wird einfacher. Gleichwohl bleibt die Geoinformatik Handwerkszeug. Die Anforderungen an die Bewertung der Daten und damit an die fachliche Expertise jedes einzelnen Geowissenschaftlers wüchse stetig. Dies sei übrigens eine Kompetenz, die nur bedingt automatisierbar sei. [1]

Branche im Wandel

Deutschland, wie auch viele andere Länder, arbeitet intensiv im Bereich der Erneuerbaren Energien, weil die Klimapolitik der Bundesregierung vorsieht, den Einsatz von fossilen Brennstoffen in den nächsten 20-30 Jahren deutlich zurückzufahren. Deshalb werden die Arbeitsplätze vor allem in der Öl- und Kohleindustrie in dem genannten Zeitraum zurückgehen, wenn alles so klappt, wie es politisch in Deutschland geplant ist.

Diese Energiewende wird die neue Generation von Öl-/Kohle-Geowissenschaftlern weltweit herausfordern. Qualifiziert in diesen Themen, aber offen genug, um sich - wenn nötig - auch in anderen Bereichen der (nachhaltigen) Energie- und Ressourcenbeschaffung neu zu orientieren. Die verbleibende Frage für Studierende, die sich für die klassischen Felder der Öl- und Kohleindustrie interessieren, ist, wie lange diese Transformation dauern wird und wann und wie schnell der damit verbundene Stellenabbau in welchem Teil der Welt folgen wird. Je nach technologischer Entwicklung kann das innerhalb einer Arbeitsgeneration stattfinden oder es viel länger dauern.

Quelle:

[1] www.berufsreport.com/geowissenschaftler-die-zukunftsgaranten/