Mineralogie und Lagerstättenlehre (IML)

  EMR| Dennis Künkel

Der wissenschaftliche Schwerpunkt des Instituts für Mineralogie und Lagerstättenlehre (IML) liegt in der Erforschung von Bildungsbedingungen, Eigenschaften und mineralogischem Inventar sowie der Nutzungs- und Umweltrelevanz von Lagerstätten der metallischen und nichtmetallischen mineralischen Rohstoffe. Diese Thematik besetzt ein interdisziplinäres Feld der Angewandten Geowissenschaften und verknüpft die relevanten Disziplinen der Geochemie, Mineralogie, Petrographie und Tektonik. Das angewandte Methodenspektrum umfasst die lithologische und strukturelle Aufnahme von Erzkörpern und ihres geologischen Rahmens, petrographisch-mineralogische Bestandsaufnahmen und genetische Interpretation, Fluideinschlussanalytik, sowie die Litho- und Isotopengeochemie. Die wichtigsten lagerstättengenetischen Projekte der letzten Jahre umfassen Orogene Gold-, Eisenoxid-Kupfer-Gold, Vulkanogene Massivsulfiderz- und Porphyrische Kupfer-Gold-Lagerstätten in Simbabwe, Äthiopien, Russland, Indien, Südafrika, Namibia, Mauretanien, Iran, Indonesien, China und Oman. Ein weiteres Forschungsfeld beschäftigt sich mit dem Vorkommen und der Geometallurgie der Hochtechnologiemetalle Tantal, Niob, Indium, Tellur und der Seltenen Erden in Pegmatiten, Karbonatiten und Buntmetallsulfiderzen. In dem angeschlossenen Labor für Geochemie und Umweltanalytik werden u. A. Metallbelastungen, bzw. das geochemische Verhalten geogener und anthropogener Metallspezies an Bergbau- und Industriestandorten untersucht. Die Projektschwerpunkte liegen damit einerseits auf der Analyse und Modellierung metallogenetischer Prozesse und zugrundeliegender physikochemischer Parameter sowie der mineralogischen, geochemischen, ökonomischen und ökologischen Charakterisierung und Beurteilung metallischer und nichtmetallischer Rohstoffe. Andererseits liegen Projektschwerpunkte in der Umwelt- und Isotopengeochemie sowie der technischen Mineralogie.

 

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