Kristallographie (IFK)

 

Die moderne Kristallographie befaßt sich mit der räumlichen Anordnung der Atome (Struktur) in der kondensierten Materie, mit den Änderungen des strukturellen Aufbaus, sowie mit den physikalischen, chemischen, material- und geowissenschaftlichen und technischen Eigenschaften fester Stoffe. In Deutschland hat sich die Kristallographie aus zwei Wurzeln entwickelt: Sehr früh aus der Mineralogie und, seit etwa 1850, aus der Physik. Im Bereich der Mineralogie wurden bereits im 18. Jahrhundert eigene Lehrstühle für Mineralogie und Kristallographie geschaffen, die zu einer Blüte des Faches im 19. und frühen 20. Jahrhundert führten. Als Beispiel sei die Gründung der Zeitschrift für Mineralogie und Kristallographie durch P. Groth 1877 genannt, die sich bald zum international führenden Organ des Gebietes entwickelte. Seit 1912 die Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen entdeckt wurde, kamen wichtige Impulse aus der Physik hinzu, die u.a. mit den Namen M. von Laue und P.P. Ewald verknüpft sind. Durch W.H. und W.L. Bragg entwickelte sich die Kristallographie zu einer modernen Disziplin, in deren Zentrum die Kristallstruktur steht.

 

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